Der Ausfall von 6 (!) Stammspielern veranlasste die Verantwortlichen der SG, alle Register zu ziehen und Spieler die Chance zu geben, die oft im zweiten Glied zu finden sind. Und so war es dann auch spannend zu sehen, wie man sich der Herausforderung beim Auswärtsspiel in Waldkirch stellen wird.

Zu Beginn hatte man noch großen Respekt gegen die körperlich überlegenen Hausherren, im Angriff tat man sich schwer klare Chancen herauszuarbeiten, aber in der Abwehr konnte man den Gegner mit einer taktischen Variante die ersten Spielphase aus dem Tritt bringen. Nach 7 Minuten konnte der starke Nico Göttmann zwei Treffer in Folge zur 5:4 Führung der Gäste einnetzen, ehe nach 10 Minuten der Gegner wieder das Heft in die Hand nahm und selbst mit 6:5 in Führung ging. Es folgte eine direkte rote Karte für Rückraumspieler Daniel Reich vom souverän leitenden Schiedsrichtergespann Keßler/Mild, was die personellen Möglichkeiten der Gäste weiter einschränkte. In den Folgeminuten kam ein kleiner Abriss im Spiel der SG, die Hausherren bauten ihren Vorsprung auf 5 Tore zum 12:7 nach 20 Spielminuten aus. Jetzt befürchtete man auf Seiten der SG, dass das Spiel seinen erwarteten Verlauf nehmen würde und man den Rest der Spielzeit nur noch hinterher rennen würde. Doch weit gefehlt, an diesem Tage stemmte man sich mit aller Macht dagegen. Die Abwehr wurde mit dem kampfstarken Matthias Benz ergänzt und auf eine defensive Auslegung umgeändert und im Angriff zahlte sich aus, dass die Abläufe trotz der nicht eingespielten Sieben, im gemeinsamen Training von erster und zweiter Mannschaft, bekannt und eingeübt sind. Hinzu kam dann noch der unbändige Wille, in die Lücken zu gehen, allen voran Niklas Bühler, mit 7 Treffern bester Werfer auf Seiten der SG an diesem Tag, machte dies grandios und konnte mit 2 Treffern in Folge nach 28 Spielminuten zum 13:11 aufschließen. Zuvor hatte Mittelmann Lukas Bühler Verantwortung an der 7m Linie Übernommen und auf 13:9 verkürzt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste man dann noch das 14:11 der Hausherren hinnehmen, Patrick Obermüller konnte vom Kreis aber noch auf 14:12  verkürzen. Mit diesem engen Spielstand wurden dann die Seiten gewechselt. Die Halbzeitanalyse war klar, hinten war noch Potenzial, vorne spielte man zwar am Limit, aber warum sollte das nicht auch in der zweiten Spielhälfte möglich sein. Hochmotiviert ging das Team deshalb wieder ins Rennen, Tore von Niklas Bühler und Dominik Weichenhein sorgten für den 14:14 Ausgleich nach 33 Minuten. Jetzt war jedem klar, dass hier auch mehr möglich war, als nur ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es folgte ein Kopf-an-Kopf Rennen, nach 40 Minuten stand es 18:18, nach 45 Minuten 20:20. Leider musste man nun den Ausfall eines weiteren Rückraumspielers hinnehmen, Nico Göttmann wurde so stark am Knie getroffen, dass man auf Seiten der SG entschied ihm keine weitere Spielzeit mehr zu geben. Das tolle an diesem Tag war dann aber, dass andere in die Presche sprangen, hier in Person von Toni Eggert, der ein ums andere mal seine Gegenspieler nässte und dadurch Dominik Weichenhein in Szene setzen konnte und die SG Männer durch seine Tore im Spiel halten konnte. Er traf nach 51. Spielminuten zum 22:23 Anschlusstreffer und der Gegner erhielt nach einem Foul und anschließendem Meckern eine 4 Minuten Zeitstrafe. Jetzt hätte man die Partie drehen können, wenn man ein sauberes Überzahlspiel durchgezogen hätte. Obwohl man noch eine Mannschaftsauszeit nahm, um sich zu sammeln, wurde in dieser Phase die Partie versemmelt. Trotz toller Torwartparaden von Nikolaj King, vertändelte man ein ums andere mal den Ball, und verlor dann in den letzten Minuten komplett die Linie. Was etwas schade war, angesichts der bis hierher gezeigten Leistung. So musste man letztendlich noch eine 28:24 Niederlage hinnehmen, die nun deutlicher erscheint, als es tatsächlich der Leistung angemessen gewesen wäre.

 

Fazit: Tolle Teamleistung, hervorzuheben sind die überzeugenden Rückraumspieler Niklas Bühler und Nico Göttmann  die ihre Chance nutzten, sich zu zeigen. Hätte man im Spiel nicht noch insgesamt drei 7m verworfen und am Ende leider etwas die Struktur verloren, wäre ein Auswärtssieg durchaus möglich gewesen, an was zuvor kaum einer geglaubt hätte.

 

Es spielten: Nikolaj King, Jürgen Wöhrle (beide Tor)

 

Jonas Hennig (3/1), Toni Eggert (1), Patrick Obermüller (1), Matthias Benz, Silas Fischer, Tobias Hahn, Daniel Reich, Niklas Bühler (7), Nico Göttman (5), Lukas Bühler (2/1), Dominik Weichenhein (5)

 

 

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