Nach insgesamt 9 krankheits- und verletzungsbedingten Absagen aus dem- für diese Saison sowieso bereits geschrumpften- Kader der SG war klar, dass das Auswärtsspiel am Hochrhein kein Spiel auf Augenhöhe erwarten ließe. Durch das anerkennenswerte Engagement von Spielern aus der zweiten und dritten Mannschaft konnte man aber dennoch eine Mannschaft mit 8 Feldspielern und 2 Torleuten stellen und wollte so lange wie möglich gegenhalten.

Bis zum 2:2 nach 6 Minuten gelang dies der nicht eingespielten Mannschaft ganz gut, doch dann riss leider der Faden: Im Angriff war man nicht in der Lage, die Vorgaben gegen die gegnerische 3:2:1- Abwehr gewinnbringend umzusetzen, statt dessen folgten überhastete und unvorbereitete Torabschlüsse; zudem fehlte in dieser Phase die notwendige Aggressivität in der Abwehr. Paraden von Torhüter Nikolai King landeten beim Gegner und man war gefühlt immer einen Schritt zu langsam in der Abwehr. Folglich konnte sich der Gegner einen komfortablen 6 Tore Vorsprung herausarbeiten, der dem abstiegsgefährdeten Team vom Hochrhein Sicherheit für den Rest der Spielzeit gab. Für die SG hieß es nun, sich neu zu sortieren und hinten wie vorne konsequenter zu agieren. Durch Tore von Daniel Reich und Patrick Obermüller konnte man in der Folgezeit den Vorsprung zum 9:4 nach 20 Minuten etwas verkürzen. Fast mit dem Pausenpfiff gelang dann Dominik Weichenhein sogar noch der Anschlusstreffer zum 15:11- Halbzeitstand für die Hausherren- durch eine stabilere Abwehr, mehr Übersicht im Rückraum über Marcel Vollmer und der Rotation in den Reihen des Gegners, war die SG fast wieder auf Tuchfühlung. Die Halbzeitanalyse vom Trainerteam Kilguß/Hauger fiel dennoch nüchtern aus: Da im Angriff die Mittel begrenzt waren, sah man hauptsächlich in der Abwehr Reserven um den Gegner weiter zu ärgern. Doch die Hausherren erhöhten nach der Pause mit ihrer Topsieben und dem starken Rückraumspieler Raphael Dinse den Druck und bauten den Vorsprung auf 18:11 nach 36 Minuten aus. Nun hieß es wieder gegenzuhalten, um nicht völligen Schiffbruch zu erleiden: Marcel Vollmer und Nico Harter trafen in dieser Phase, so dass nach 40 Spielminuten der 6 Tore- Abstand beim 19:13 wieder hergestellt werden konnte. Die Kräfte schwanden nun bei der SG und der verletzungsbedingte Ausfall von Patrick Obermüller für den Rest der Partie kam noch dazu. Trotz vergebenen Siebenmetern und vermeidbaren technischen Fehlern kämpfte man aber um jedes Tor, auch durch den sicheren Rückhalt von Sven Wissmann, der mittlerweile zwischen den Pfosten der SG stand. Nach Toren von Dominik Weichenhein und Sascha Höfer kurz vor Schluss der Partie, blieb es dem Gegner vorbehalten, den letzten Treffer zum Endstand von 28:20 zu markieren. Fazit der Partie: Die Moral der Truppe hat gestimmt, die Niederlage mit 8 Toren liegt im Rahmen der Möglichkeiten. Um den Gegner aus Müllheim/Neuenburg mehr Paroli zu bieten, wäre eine Leistung am Limit jedes Einzelspielers notwendig gewesen, was an diesem Tage leider nicht jedem gelang, auch weil sich einige Spieler trotz angeschlagener Gesundheit in den Dienst der Mannschaft stellten und spielten. Am nächsten Wochenende ist die HU Freiburg als Tabellenführer zu Gast bei der SG, da wird hoffentlich wieder ein breiterer Kader zur Verfügung stehen.

Es spielten für die SG Schenkenzell/ Schiltach:
Sven Wissmann, Nikolaj King (im Tor), Andreas Heckhausen, Patrick Obermüller (2), Marcel Vollmer (1), Nico Harter (4), Daniel Reich (4/1), Sascha Höfer (3), Michael Jurczyk, Dominik Weichenhein (6/1)

 

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