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Obwohl die Damen I der SG Schenkenzell-Schiltach aktuell aus der Baden-Württemberg-Oberliga abgestiegen sind, muss einem um die Zukunft des Teams in der Südbadenliga nicht bange sein, zumal immer wieder neue weibliche Talente in den Jugendmannschaften vorhanden sind ,die genug Ehrgeiz besitzen, in die „Erste“ aufzustreben.

Ein weibliches Eigengewächs ist die 14 jährige Linkshänderin und C-Jugendspielerin Gina Wöhr, die bereits mit 4 Jahren aus Leidenschaft mit Handball bei den Minispielfesten begonnen hatte. Bereits früh war ihr Talent zu erkennen, das sie als Linkshänderin erfolgreich durch die bisherigen weiblichen Jugendmannschaften führte, und Gina sogar bis zur D-Jugend auch in den Jungenteams als Spielmacherin gefragt war.

Seit mehreren Jahren gehört sie im Verein eigentlich immer der Trainingsgruppe der älteren Mädels an und wird behutsam von den Trainern aufgebaut.

So ist sie bereits vor 3 Jahren als eine der jüngsten Spielerinnen bei einem Sichtungsturnier den Verbandstrainern von Südbaden aufgefallen und seither regelmäßig bei den Landeskaderlehrgängen ihres Jahrgangs ´99 in der Sportschule Steinbach dabei, zeitweise sogar im erweiterten Kader des älteren Jahrgangs.

Fast 2 1/2 Jahre lang hat sie teilweise monatlich als einzige Spielerin ihres Jahrganges aus dem Bezirk Schwarzwald mit eisernem Willen und Engagement am Wochenende alleine die Zugfahrten zur Sportschule nach Steinbach auf sich genommen, dazu kommt nun zusätzlich seit einem Jahr   2-4x pro Monat das Landeskadertraining ,welches im Wechsel in Offenburg oder am Bodensee stattfindet.

Obwohl immer noch im Kader die „Kleinste“ und mittlerweile vor allem im Abwehrverhalten aufgrund ihrer Größe benachteiligt, hat bisher der Verbandstrainer sie immer wieder auch zu wichtigen Turnieren mitgenommen und fast ausschließlich als Rechtsaußen eingesetzt.

Im letzten Monat nahm sie mit ihrem Kaderteam erfolgreich am Regiocup im Saarland teil und hatte Vergleichsspiele gegen das Saarland, Hessen, Nordschweiz, Elsass und Nordbaden. Ein weiteres großes Ziel wird für sie in diesem Jahr die Nominierung und Teilnahme an einem Turnier in Berlin sein, sowie in 2 Jahren das DHB-Sichtungsturnier, mit dem die Kaderspielerinnen meist ihre Auswahlkarriere beenden, sofern sie nicht gesichtet werden.

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Mittlerweile ist aus diesem Landeskaderteam eine verschworene Gemeinschaft geworden, in dem auch viele Freundschaften untereinander entstanden sind. Vor allem versteht sie sich gut mit den Mädels vom Bodensee, mit denen sie oft auch zusammen im Zug zu den Lehrgängen fährt. Mit dabei ist die Tochter von Weltmeister Markus Baur, dem früheren Kapitän der Nationalmannschaft, der deshalb auch manchmal bei den Turnieren zu sehen ist und auch für die Mädels bereits Autogramme geschrieben hat.

Es wird interessant sein, wie die Entwicklung dieser jungen Gymnasiastin, die auch noch in ihrer wenigen Freizeit gerne Tennis, Fußball und Trompete spielt, weiter gehen wird. Weibliche Vorbilder im Verein gibt es genug und man darf gespannt sein, inwieweit sie in die Fußstapfen der vielen ehemaligen Auswahlspielerinnen der SG Schenkenzell-Schiltach wie zum Beispiel Anke Wöhrle, Caroline Gaiser, Daniela Fürst, Stephanie Müller, Celina Pereira, Iris Wöhrle, Lena Schmälter, Denise Vollmer, Lena Schmieder oder Diana Scharnefski treten kann, die allesamt auch ähnlich erfolgreich den Bezirk Schwarzwald im Landeskader lange vertreten haben.